Die Hafenindustrie blickt auf eine lange Tradition der Innovation zurück, um den sich wandelnden Anforderungen der globalen Schifffahrt und des Welthandels gerecht zu werden – von der Mechanisierung der Hafenausrüstung in der ersten industriellen Revolution bis hin zu den heutigen, vollständig vernetzten Smart Ports. Mit jeder Innovationswelle hat sich auch die Interaktion zwischen Kranführer und Hafenkran weiterentwickelt, und damit einhergehend die Art und Weise, wie Kranführer geschult und auf ihre Aufgaben vorbereitet werden müssen, um diese effizient und sicher auszuführen. In den letzten rund zwei Jahrzehnten hat die rasante Entwicklung der Rechenleistung und Visualisierungstechnologie dazu geführt, dass sich simulatorbasierte Schulungen als kosteneffiziente und sichere Methode zur Ausbildung von Kranführern und anderen Hafenausrüstungsbedienern etabliert haben.
Da Kräne jedoch immer intelligenter und Häfen zunehmend digitalisiert werden, stellt sich die Frage: Wie stellen Sie sicher, dass Ihre simulationsbasierte Ausbildung die Fähigkeiten und Technologien moderner Terminals widerspiegelt und nicht zu einer isolierten Einheit innerhalb Ihres Hafens wird? Werfen wir einen Blick auf einige der wichtigsten Trends in der Hafenindustrie und deren Auswirkungen auf die Bedienerschulung.
Produktivität & Effizienz
Mit zunehmender Schiffsgröße steigt auch der Bedarf an Hafenkrankapazität zur Ladungsumschlag. Da bis 2020 weltweit voraussichtlich nur etwa 5 % der Terminals vollständig automatisiert sein werden, hängt die Produktivität der Häfen maßgeblich von der Verfügbarkeit qualifizierter Kranführer und geeigneter Krantypen ab, um den Umschlag pro Stunde zu erhöhen.
Die Rentabilität des Einsatzes von Simulatoren zur Kranführerschulung ist vielfach belegt. Schätzungen zufolge kann die Zeit bis zum Erreichen der erforderlichen Kompetenz um bis zu 90 % verkürzt werden. Zu den Produktivitätssteigerungen durch Simulatortraining zählen die Erhöhung der Anzahl der Kranbewegungen pro Schulungseinheit und die Freisetzung von produktiver Krankapazität, die sonst durch Schulungen gebunden wäre. Simulatoren eignen sich zudem für Vorab-Schulungsbewertungen, proaktive und reaktive Nachschulungen sowie die Zertifizierung von Kranführern für neue Krantypen.

Die Vorteile des simulatorbasierten Trainings steigen mit der Genauigkeit der Simulation erheblich. Die Schulung der Bediener an einem System, das Aussehen und Haptik des Krans, der Last und die Interaktion mit der virtuellen Umgebung realistisch nachbildet, ist ein entscheidender Faktor für die Gesamteffektivität des simulatorbasierten Trainings.
Um dies zu erreichen, muss der Simulator in der Lage sein, das Verhalten und die Verwendung des physischen Krans und all seiner Teilsysteme (z. B. Mechanik, Seilsysteme und Antriebsstrang) in Echtzeit präzise nachzubilden.
Sicherheit
Da die globalen Sicherheitsstandards in der Schifffahrts- und Hafenindustrie steigen, ist es wichtig, Besatzungen und Bediener nicht nur im sicheren Umgang mit Fracht zu schulen, sondern sie auch auf gefährliche oder extreme Situationen wie Kranausfälle oder Unwetter vorzubereiten. Simulatoren bieten eine kosteneffiziente, wiederholbare und sichere Möglichkeit, Bediener mit solchen Situationen vertraut zu machen. Die dabei vermittelten und gesammelten Erfahrungen können im Ernstfall angewendet werden.
Der Schlüssel zu einem effizienten Transfer von Fähigkeiten, die in einer Notfallsituation angewendet werden können, liegt in der genauen Simulation der Wechselwirkung zwischen Menschen, Kran- und Spreaderverhalten sowie Umwelteinflüssen wie dem Wetter.
Neue Technologie
Die Einführung digitaler Technologien in der Hafenwirtschaft schreitet stetig voran. Von Drohnen zur Betriebsüberwachung über den verstärkten Einsatz von Cloud-Technologien bis hin zur Einführung von 5G-Netzen – Häfen und Terminals werden zunehmend intelligenter und vernetzter.

Die gleiche Entwicklung findet auch im Bereich der Hafenkran- und Gerätebedienung statt. Sensoren wie Time-of-Flight (TOF)-Distanzscanner und LiDAR-Systeme ermöglichen Bedienerassistenzfunktionen wie Kollisionsvermeidung (am Ausleger), Mindestabstandskontrolle und präzise Containerpositionierung. Verbesserungen bei Konnektivität und Kameratechnik haben ferngesteuerte Kraneinsätze ermöglicht, was die Ergonomie und die Prozessproduktivität steigert.
Da sich die Mensch-Maschine-Interaktion weiterentwickelt und Kransteuerungssysteme immer intelligenter werden, müssen Kransimulatoren Schritt halten. Es genügt nicht, das Verhalten intelligenter Krane nur anzunähern; um den Bedienern eine Trainingsumgebung zu bieten, die ihnen die tatsächliche Anwendung dieser neuen Technologien ermöglicht, muss der Simulator mit der Kranintelligenz integriert werden.
Dies bedeutet, dass die Bediener die kompletten Maschinenabläufe, wie z. B. die Inbetriebnahme der Anlage, erlernen können und von den Bedienerunterstützungs- und Fernsteuerungsfunktionen genau die gleiche Reaktion erhalten wie in der Realität.
Während diese aktuellen Branchentrends neue Herausforderungen für die Kranführerausbildung mit sich bringen, ist klar, dass innovative Ansätze erforderlich sind, um die Qualifikationslücke zwischen Ausbildung und realem Betrieb zu schließen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, entwickeln wir bei Mevea Hafenkransimulatoren der nächsten Generation mit einzigartigen Funktionen. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns oder lesen Sie unser E-Book weiter unten.
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